StopQueerDeportations

LGBTQIA+-Rechte, Sicherheit und Rückkehr

Wann ist ein Land wirklich sicher?

Auf dem Papier haben sich die Rechte von LGBTQIA+-Personen in vielen Teilen Europas in den letzten Jahren verbessert. Dennoch bestehen erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern – und rechtlicher Schutz bedeutet nicht immer Sicherheit im Alltag.

Für die meisten Menschen sind diese Unterschiede eine Frage von Rechten und Gleichstellung. Für eine_n LGBTQIA+-Geflüchtete_n oder Asylsuchende_n können sie jedoch darüber entscheiden, ob eine Rückkehr in ein Land tatsächlich sicher ist.

Die Rainbow Map macht einen Teil dieser Realität sichtbar.

Die Rainbow Map

ILGA-Europe’s Rainbow Map vergleicht jedes Jahr 49 europäische Länder anhand ihrer Gesetze und politischen Maßnahmen, die LGBTQIA+-Personen betreffen.

Sie bewertet Bereiche wie Gleichheit und Nichtdiskriminierung, Familienrechte, Hasskriminalität und Hassrede, rechtliche Anerkennung des Geschlechts, körperliche Unversehrtheit, Raum für die Zivilgesellschaft und Asyl.

Die Karte zeigt, wie stark sich die Lage von LGBTQIA+-Personen von einem europäischen Land zum anderen unterscheiden kann.

Wählen Sie ein Land für weitere Informationen oder verwenden Sie __XATM_0__ um Länder direkt zu vergleichen.

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OVERALL SCORE

All mapped countries

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INFORMATION

About the Rainbow Map

The ILGA-Europe Rainbow Map annually assesses and ranks 49 European countries on the basis of laws and policies that directly affect the human rights of LGBTI people. Countries are scored on a scale from 0%, representing severe violations of human rights and discrimination, to 100%, representing full equality and respect for human rights.

The assessment covers seven key areas: equality and non-discrimination; family; hate crime and hate speech; legal gender recognition; intersex bodily integrity; civil society space; and asylum.

The interactive Rainbow Map Explorer provided on this website uses the publicly available Rainbow Map dataset published by ILGA-Europe. It enables visitors to explore the available data by country and category, examine individual criteria, and compare countries in an accessible and interactive format.

It is important to understand what the Rainbow Map scores represent. They measure the extent to which a country’s laws and policies protect the rights and equality of LGBTI people. A country’s score should therefore not be interpreted as an assessment of the personal safety of an individual LGBTI person, nor does a higher score necessarily mean that discrimination, violence or persecution do not occur in practice.

For a broader understanding of the situation in individual countries, the Rainbow Map should be considered alongside ILGA-Europe’s Annual Review of the Human Rights Situation of LGBTI People in Europe and Central Asia. While the Rainbow Map provides a quantitative benchmark of legislative and policy developments, the Annual Review provides qualitative context about developments and lived realities in each country.

Data source and attribution: The underlying Rainbow Map data is collected, assessed and published by ILGA-Europe. Stichting Queer Sanctuary Foundation is not the original collector, verifier, processor or recipient of this underlying data. This website provides an independent interactive presentation of the publicly available dataset and does not claim ownership of, or alter, the original source data.

For the methodology, criteria, original Rainbow Map and further information about ILGA-Europe, visit the official ILGA-Europe Rainbow Map website.

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Dataset Loading… Official source: ILGA-Europe Rainbow Map ↗

The Rainbow Map ranks European countries based on laws and policies affecting LGBTI people.

Stichting Queer Sanctuary Foundation is not the original collector, verifier, data processor or recipient of the underlying Rainbow Map data. This website only displays the publicly available dataset published by ILGA-Europe and does not alter the source data. Scores concern laws and policies and should not be interpreted as individual safety assessments.

Eine Punktzahl sagt nicht die ganze Geschichte.

Die Rainbow Map liefert wichtige Informationen, aber eine Bewertung auf einer Karte kann niemals die vollständige Realität des Lebens in einem Land abbilden.

Die Karte bewertet hauptsächlich Gesetze und politische Maßnahmen. Starker rechtlicher Schutz bedeutet nicht automatisch, dass jemand ohne Angst offen als LGBTQIA+-Person leben kann.

Diskriminierung, soziale Ausgrenzung, Bedrohungen und Gewalt können dennoch vorkommen. Schutz durch Polizei und öffentliche Behörden kann unzureichend sein, und die Alltagsrealität kann je nach Region, Gemeinschaft, Familie oder ind-individuellen Umständen erheblich variieren.

Diese Unterscheidung ist wichtig.

Ein Land kann auf dem Papier Schutz bieten, während eine LGBTQIA+-Person in der Praxis dennoch nicht frei und sicher als sie selbst leben kann.

Was bedeutet das für LGBTQIA+-Asylsuchende?

Im niederländischen Asylverfahren prüft der Immigration and Naturalisation Service (IND), ob eine Person schutzbedürftig ist. Diese Prüfung berücksichtigt den Asylantrag der ind-individuellen Person, ihre persönlichen Umstände und verfügbare Informationen zur Lage in ihrem Herkunftsland.

Informationen, die zeigen, dass LGBTQIA+-Personen in einem bestimmten Land Diskriminierung, Gewalt oder Verfolgung ausgesetzt sein können, bedeuten jedoch nicht automatisch, dass jeder_r LGBTQIA+-Asylsuchende in den Niederlanden Schutz erhält.

Jeder Antrag wird ind-individuell geprüft. Ein Asylverfahren kann daher dennoch zu einer Ablehnung und zu einer Ausreisepflicht aus den Niederlanden führen, wenn nach der Prüfung nicht ausreichend festgestellt wurde, dass die betreffende ind-Person persönlich Schutz benötigt.

Das führt zu einem schwierigen Dilemma.

Es können Informationen vorliegen, die schwere Risiken für LGBTQIA+-Personen in einem Land aufzeigen, während ein ind-individuelles Asylverfahren dennoch zu einer Entscheidung führen kann, die diese Person zur Rückkehr verpflichtet.

Für die betroffene Person ist das keine theoretische Diskussion über Gesetze, Richtlinien oder Prozentsätze.

Es geht darum, was passiert, wenn jemand tatsächlich zurückkehrt.

Können sie offen leben? Eine Beziehung führen? Ausdrücken, wer sie sind? Hilfe suchen, wenn sie Bedrohungen oder Gewalt ausgesetzt sind? Schutz von den Behörden erhalten? Oder bedeutet Sicherheit in der Praxis, erneut verbergen zu müssen, wer sie sind oder wen sie lieben?

Wann ist ein Land wirklich sicher, wenn jemand dort nicht frei und sicher so leben kann, wie er oder sie ist?

StopQueerDeportations – Sicherheit kennt keine Grenzen 🏳️‍🌈

Genau diese Frage hat StopQueerDeportations von Anfang an zu einer wichtigen Kampagne innerhalb der Arbeit von Stichting Queer Sanctuary Foundation gemacht.

Denn für eine_n LGBTQIA+-Person bedeutet Abschiebung nicht automatisch eine sichere Rückkehr.

Ein Land kann auf dem Papier sicher erscheinen, während jemand dort wegen seiner sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität oder Geschlechtsausdruck Diskriminierung, Ausgrenzung, Bedrohungen, Gewalt oder Verfolgung erfahren kann.

Durch StopQueerDeportations, wollen wir diese Realität sichtbar machen.

Wir sensibilisieren für die Risiken, denen LGBTQIA+-Personen bei einer Rückkehr ausgesetzt sein können. Wir möchten ind-individuellen Geschichten eine Stimme geben, das öffentliche und politische Bewusstsein erhöhen und die realen Konsequenzen aufzeigen, die eine Rückkehrentscheidung haben kann.

Soweit es in unserer Macht liegt, möchten wir Menschen unterstützen und zu einem Vorgehen beitragen, bei dem Entscheidungen nicht ausschließlich auf allgemeinen Informationen über ein Land basieren, sondern bei dem persönliche Sicherheit und ind-individuelle Umstände wirklich in den Mittelpunkt gestellt werden.

Abschiebung darf niemals bedeuten, dass jemand wegen seiner Identität oder seiner Liebesbeziehung erneut Angst haben muss.

Eine Kampagne, die wachsen muss

StopQueerDeportations steht noch am Anfang seiner Reise.

Behindind den Kulissen arbeiten wir daran, die Kampagne weiterzuentwickeln: unsere Informationen und Sichtbarkeit ausbauen, Partnerschaften mit anderen Organisationen aufbauen und Wege prüfen, wie wir LGBTQIA+-Personen, die mit Rückkehr oder Abschiebung konfrontiert sind, sinnvoll unterstützen können.

Gleichzeitig wollen wir von Anfang an auf dieses Thema aufmerksam machen.

Denn Veränderung beginnt damit, gesehen und gehört zu werden.

Je mehr Menschen verstehen, was passiert, Geschichten teilen und sich äußern, desto schwerer wird es, die möglichen Folgen einer Abschiebung für LGBTQIA+-Personen zu übersehen.

Deshalb können Sie StopQueerDeportations auch ohne Spende unterstützen.

Teilen Sie unsere Kampagne. Erzählen Sie anderen, warum dieses Thema wichtig ist. Helfen Sie dabei, diese Geschichten sichtbar zu machen und tragen Sie zur Diskussion darüber bei, was Sicherheit wirklich bedeutet.

Spenden bleiben natürlich von entscheidender Bedeutung für die weitergehende Arbeit von Stichting Queer Sanctuary Foundation. Sie helfen uns, unsere Organisation, Aktivitäten und Unterstützungsangebote weiter auszubauen und ermöglichen es uns, unsere Mission nachhaltig zu verfolgen.

Helfen Sie uns, sichtbar zu machen, was nicht ignoriert werden darf.

Behind hinter jedem Asylverfahren, jeder Akte und jeder Entscheidung steht ein Mensch.

Für uns sollte Sicherheit daher niemals nur eine Bewertung auf dem Papier sein.

Sie sollte bedeuten, ohne ständige Angst um die eigene Sicherheit wegen der sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität oder Geschlechtsäußerung leben zu können. Sie sollte bedeuten, nicht erneut verbergen zu müssen, wer man ist, nur um sich zu schützen. Und sie sollte bedeuten, dass eine Rückkehr in ein Land nicht den Verlust grundlegender Freiheit und Sicherheit zur Folge hat.

Niemand sollte aufgrund dessen, wer er ist, abgeschoben werden.
Wenn Abschiebung Leben in Gefahr bringt, ist Schweigen keine Option.

StopQueerDeportations. 🏳️‍🌈